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MY LONDON DIARY (1)

  1. Grüße aus dem Ghetto

Würde ich Blechmaske tragen und Sido heißen, gäbe es demnächst ein „Lied“ über „mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause, mein
Block." Yeah! Zum Glück ist dem nicht so und deshalb widme ich lediglich das erste Kapitelchen meines Weblogs dem Viertel, in dem ich hier wohne: Hackney.
Bands, die von hier kommen, heißen Ghetto Luv. Mütter, die hier ihre Babys großziehen, tragen sie bei 12 Grad Außentemperatur nur mit einer Windel bekleidet durch den Regen. Hunde, die hier allesamt diarrhös veranlagt zu sein scheinen, verrichten grundsätzlich ihre Geschäfte quer über den Gehweg verteilt und die Vorgärten, in denen man als ahnungsloser Kontinentaleuropäer echten englischen Rasen erwartet, bestehen aus bloßem Beton.
Wenigstens weiß ich jetzt, warum mein Zimmer so billig ist.

2. Einblicke in meinen Job

Die Übersetzungsagentur, in der ich arbeite, ist in einem ganz kleinen Büro in einem dieser ganz kleinen britischen Häuser, in denen man nie mehr als zwei Besucher gleichzeitig empfangen kann. Deshalb arbeiten wir da auch nur zu viert. Allerdings gibt es an die hundert Übersetzer, die von zuhause – also von Korea bis Australien – für die Agentur übersetzen. Ich als Praktikantin bin momentan damit beschäftigt, marketingmäßig alle möglichen britischen Firmen anzurufen und zu fragen, ob wir ihnen ein Prospekt von uns schicken dürfen. Dabei bin ich mittlerweile zum Exceltabellen-Briefmarkenklebe- und Briefefaltprofi aufgestiegen.

Mein persönlicher Lieblingsteil dabei ist aber, in Schottland anzurufen - was durchaus öfter vorkommt. Dann sitze ich am Telefon und bete inständig, dass der Schotte am anderen Ende sagt, dass er „not interrrrrrrrested“ (mit zehnfach gerolltem „r“ ) ist, so dass ich ihn nichts anderes mehr fragen und vor allem nichts anderes mehr von ihm hören muss. Ich könnte ebenso gut irgendwo in der chinesischen Provinz oder in Timbuktu anrufen und würde dabei genauso viel verstehen – nämlich NIX. Die spinnen, die Schotten!
Teil 2 meines Tages als Praktikantin besteht dann aus Übersetzen und Korrekturlesen, was auch wirklich interessant ist.

Fazit: Ich habe bisher gelernt, dass Übersetzer durchaus gut verdienen können (was jetzt natürlich meine Karriere-Pläne als Putzfrau und/oder Taxifahrerin durcheinanderbringt), dass schwarzer Tee saulecker schmeckt wenn man ihn völlig überzuckert und dass meine Kollegen meinen mühsam angeeigneten Wisconsin-Accent in „The Queen’s English" verwandeln wollen.

Demnächst mehr von eurem zwangsbritisiertem Bienchen...

24.8.07 00:32
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


inga (24.8.07 14:36)
"Die spinnen, die Schotten!" *an stirn tipp*

du spinnst doch, wenn du diesen geilen akzent nicht gut findest ... wenn ich jemanden gern reden höre, dann sind es schotten

nun denn, wünsche dir weiterhin viel spass auf der insel! machs gut
cu inga


Anni (25.8.07 14:42)
Yeah, ich will mehr! Will alles wissen!

Machs gut =)
Annika

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